In der Schweiz gehören Assistenzsysteme seit dem 1. Juli 2025 fest zur Führerprüfung – in der Theorie und in der praktischen Prüfung. Du musst die Systeme in deinem Prüfungsauto kennen, erklären und selbstständig bedienen, einzelne Systeme ausschalten können und ihre Grenzen kennen. Denn verantwortlich bleibst immer du, nicht das Auto.
Das steht so im Merkblatt der Vereinigung der Strassenverkehrsämter (asa-Merkblatt Nr. 5 zu Fahrerassistenzsystemen, April 2025). Auch das Strassenverkehrsamt des Kantons Bern (SVSA) hat darauf hingewiesen. In diesem Artikel erkläre ich dir die wichtigsten Systeme: was sie machen, wie sie funktionieren, wie du sie bedienst, wo ihre Grenzen sind und worauf du an der Prüfung achten musst.
Von Mishel Memedovski, Fahrlehrer bei Drivemaster in Bern · Zuletzt fachlich geprüft: 25. September 2026 · Quellen am Ende des Artikels
Das Wichtigste in Kürze
- Seit 1. Juli 2025 sind Assistenzsysteme in der Schweiz Teil der Theorie- und der praktischen Prüfung.
- An der praktischen Prüfung musst du die Systeme deines Prüfungsautos kennen, erklären und selbstständig bedienen und einzelne Systeme ausschalten können.
- Setze die Systeme selbstständig und im passenden Moment ein – so wie Licht oder Scheibenwischer. Der Verkehrsexperte kann dich zusätzlich dazu auffordern oder Fragen stellen.
- Muss ein System eingreifen, weil du nicht aufgepasst hast, wird das wie ein Eingriff des Experten bewertet – laut asa-Merkblatt ein schwerer Fehler.
- Assistenzsysteme helfen, aber sie fahren nicht für dich. Du musst dein Auto immer selbst beherrschen.
Wichtige Assistenzsysteme im Überblick
| System | Wirkweise | Wichtigste Grenze |
|---|---|---|
| Tempomat | B | Bremst nicht für Autos vor dir |
| Abstandstempomat (adaptiver Tempomat, ACC) | B | Manche erkennen stehende Hindernisse nicht – ein Stauende erkennst du selbst |
| Geschwindigkeitsbegrenzer | B | Hält kein Tempo: bergauf wirst du langsamer, bergab kann das Auto schneller werden |
| Verkehrszeichenerkennung und ISA | A / B | Liest Schilder manchmal falsch – massgebend ist die Signalisation |
| Spurhalteassistenten | A / B / C | Brauchen gut erkennbare Linien, die Hände bleiben am Lenkrad |
| Totwinkelwarner | A | Ersetzt Spiegel- und Schulterblick nicht |
| Querverkehrswarner | A | Warnt spät oder gar nicht – du schaust selbst nach links und rechts |
| Ausstiegswarner | A | Ersetzt den Blick nach hinten vor dem Türöffnen nicht |
| Notbremsassistent | A / C | Kein vollständiger Schutz – bei Gefahr bremst du selbst |
| Ausweichassistent | C | Hilft erst, wenn du selbst ausweichst |
| Abbiegeassistent | C | Den Vortritt des Gegenverkehrs beachtest du selbst |
| Kreuzungsassistent | A / C | Kann zu spät oder gar nicht warnen |
| Notfallassistent | C | Nur eine Notlösung, wenn du nicht mehr reagierst |
| ABS, ESP und Co. | C | Helfen, heben aber die Physik nicht auf |
| Einparkhilfe und Kameras | A | Können schmale oder schräge Hindernisse übersehen |
| Parkassistent | B | Nur in manchen Autos – das Manöver überwachst du |
| Berganfahrhilfe und Auto-Hold | B | Die Berganfahrhilfe hält nur kurz |
| Fernlichtassistent | B | Kann unbeleuchtete Velos übersehen |
| Nachtsichtassistent | A | Stösst bei Nebel, Regen, Schnee und in Kurven an Grenzen |
| Müdigkeitswarner und Aufmerksamkeitsüberwacher | A | Keine Warnung heisst nicht, dass du fit bist |
| Reifendruckkontrolle | A | Bei einer Warnung anhalten und die Reifen prüfen |
| eCall | Zusatzfunktion | Ältere Module können nach der Abschaltung von 2G/3G ausfallen |
| Start-Stopp-Automatik | Zusatzfunktion | Kein Sicherheitssystem |
Wirkweise nach asa-Merkblatt: A = informierend und warnend · B = kontinuierlich unterstützend · C = temporär eingreifend. «Zusatzfunktion» ist keine Wirkweise der asa. Ein Klick auf den Namen öffnet die passende Erklärung weiter unten. Jede Karte kannst du auch selbst auf- und zuklappen.
Was die Prüfung von dir verlangt
Grundlage ist das asa-Merkblatt Nr. 5 (April 2025). Seit dem 1. Juli 2025 sind die Assistenzsysteme, die in deinem Prüfungsauto verbaut sind, Teil der praktischen Prüfung. Du musst
- die Systeme kennen, erklären, selbstständig bedienen und so verwenden, wie sie gedacht sind,
- einzelne Systeme ausschalten können und wissen, was sich dann ändert,
- ihre Grenzen und Risiken kennen, ihre Warnungen richtig verstehen und sofort angemessen reagieren,
- wissen, dass du dich nicht vorbehaltlos auf sie verlassen darfst – auch dann nicht, wenn sie korrekt funktionieren.
An der Prüfung setzt du die Systeme selbstständig und passend zur Situation ein – genau wie Licht, Nebellicht, Scheibenwischer oder Warnblinker. Den Tempomat oder Abstandstempomat schaltest du zum Beispiel nicht gleichzeitig mit dem Einfädeln auf die Autobahn ein, sondern erst, wenn du eingefädelt hast und der Verkehr es zulässt. Die asa hält fest, dass der Verkehrsexperte entscheidet, wann Systeme aktiviert oder deaktiviert werden, und dass er dazu klare Anweisungen geben kann – zum Beispiel, den Tempomat einzusetzen. Er kann dir auch Fragen zu den Systemen stellen: während der Fahrt oder zum Beispiel nach einem Parkiermanöver. Er muss es aber nicht. Deshalb solltest du die Bedienung nicht erst am Prüfungstag suchen müssen.
So wird bewertet (asa-Merkblatt Nr. 5)
- Schwerer Fehler (Kategorie I): Ein Assistenzsystem greift ein, weil du nicht genügend aufmerksam warst.
- Mittelschwerer Fehler (Kategorie II): Du kennst die Systeme ungenügend, wendest sie falsch an oder reagierst falsch auf sie.
- Leichter Fehler (Kategorie III): Deine Kenntnisse der Systeme sind teilweise ungenügend.
Das Merkblatt nennt zwei Beispiele für einen aktiven Eingriff, der wie ein Eingriff des Experten bewertet wird: Du wechselst trotz Warnung des Totwinkelassistenten die Spur, und der Notfall-Spurhalteassistent greift ein. Oder du bremst trotz Kollisionswarnung nicht, und der Notbremsassistent bremst für dich. Warnt oder unterstützt dich ein System nur, erwartet der Experte, dass du richtig reagierst und dein Verhalten erklären kannst – zum Beispiel, wenn die Verkehrszeichenerkennung ein anderes Tempo anzeigt, als signalisiert ist.
Assistenzsysteme darfst du an der Prüfung benutzen, wenn sie ab Werk im Auto verbaut sind oder vom Hersteller als Option angeboten werden. Das SVSA Bern hält aber klar fest: Sie sind nur Hilfsmittel. Sie entbinden dich nicht vom korrekten Verhalten im Verkehr (SVSA Bern – Fahrzeug für die Führerprüfung).
Massgebend sind die Systeme deines Prüfungsautos. Es zählen die Systeme des Autos, mit dem du zur Prüfung fährst. Übst du privat mit einer Begleitperson in einem anderen Auto, kann dort alles anders heissen und anders funktionieren.
Auch Systeme können sich irren. Die Tempoanzeige stimmt nicht mit dem Signal überein, der Spurhalteassistent zieht in der Baustelle zur falschen Linie, oder das Auto warnt ohne Grund. Laut asa-Merkblatt musst du solche Fehlfunktionen erkennen, richtig einordnen und angemessen reagieren. Also: ruhig bleiben, dich an Signale und Markierungen halten und das Auto selbst korrigieren.
Auch in der Theorieprüfung gibt es seit dem 1. Juli 2025 Fragen dazu. Laut SVSA Bern musst du Assistenz- von Automatisierungssystemen unterscheiden und die drei Wirkweisen unten kennen. Dafür sind 2 Fragen pro Fragebogen vorgesehen (SVSA Bern – Meldung vom 10.06.2025). Zur Vorbereitung verweist die asa auf smartrider.ch der BFU. Wie du dich auf die Theorie vorbereitest, liest du in meinem Artikel zur Theorieprüfung in Bern.
Die 3 Wirkweisen von Assistenzsystemen
Die asa teilt die Systeme nach ihrer Wirkweise in drei Gruppen ein. Diese musst du in der Theorieprüfung unterscheiden können:
A · Informierend und warnend – Das System zeigt dir etwas an oder warnt dich. Handeln musst du selbst. Beispiele der asa: Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung, Spurwechselwarner (Totwinkelwarner), Kollisionswarnung, Nachtsichtassistent.
B · Kontinuierlich unterstützend – Das System hilft dir über längere Zeit. Beispiele der asa: Tempomat, adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent, Geschwindigkeitsassistent, adaptives Frontlicht.
C · Temporär eingreifend – Das System greift in einer gefährlichen Situation kurz ein. Beispiele der asa: Notbremsassistent, Ausweichassistent, Abbiegeassistent.
Die Liste der asa ist nicht abschliessend. Systeme, die sie nicht nennt, ordne ich nach demselben Prinzip zu. eCall und Start-Stopp sind keine Assistenzsysteme im engeren Sinn – ich kennzeichne sie als Zusatzfunktion.
Bei allen drei Gruppen gilt: Das System unterstützt dich – fahren musst du.
Tempo und Abstand
TempomatWirkweise: B · kontinuierlich unterstützendDer Tempomat hält die Geschwindigkeit, die du eingestellt hast, bremst aber nicht für Autos vor dir.
Was er macht: Er hält die Geschwindigkeit, die du eingestellt hast – du musst nicht mehr Gas geben.
So funktioniert's: Das Auto misst über die Raddrehzahl, wie schnell es fährt, und regelt das Gas selbst. Auf Autos vor dir achtet ein normaler Tempomat nicht.
So bedienst du ihn: Du beschleunigst auf das gewünschte Tempo und bestätigst es mit der Taste am Lenkrad (meist «SET»). Mit «+» und «–» änderst du das Tempo. Sobald du bremst, unterbricht der Tempomat. Mit «RES» holst du das zuletzt gespeicherte Tempo zurück. In manchen Autos mit Abstandstempomat gibt es den normalen Tempomat nur noch als Einstellung im Menü.
⚠️ Grenzen: Er hält stur das eingestellte Tempo (laut ADAC). Für Autos vor dir bremst er nicht, und vor Kurven nimmt er kein Tempo weg. Manche Hersteller warnen ausdrücklich davor, ihn auf rutschiger oder kurviger Strasse, in hügeligem Gelände, bei starkem Gefälle oder im dichten Verkehr zu benutzen (laut einer Hersteller-Anleitung).
✅ Prüfungs-Tipp: Schalte den Tempomat von dir aus ein, wenn es passt – zum Beispiel, wenn du auf der Autobahn eingefädelt hast. Fordert dich der Experte dazu auf, solltest du das ohne Suchen können – und wissen, wie du ihn sofort wieder ausschaltest. Beim Wechsel auf eine neue Tempolimite passt du das eingestellte Tempo selbst an. Und bevor du ein gespeichertes Tempo mit «RES» wieder aufnimmst, schaust du, welches es ist. Sonst beschleunigt das Auto nach der Autobahnausfahrt plötzlich auf 120. Welche Limite wo gilt, erkläre ich in meinem Artikel zu den Tempolimiten in der Schweiz.

Abstandstempomat (adaptiver Tempomat, ACC)Wirkweise: B · kontinuierlich unterstützendDer Abstandstempomat (adaptiver Tempomat, ACC) hält dein Tempo und den Abstand zum Auto vor dir. Manche Systeme erkennen aber stehende Hindernisse wie ein Stauende gar nicht.
Was er macht: Er hält dein Tempo und einen eingestellten Abstand zum Auto vor dir. Fährt es langsamer, bremst dein Auto mit ab. Fährt es wieder schneller, beschleunigt deines bis zu deinem eingestellten Tempo.
So funktioniert's: Ein Radarsensor vorne, oft zusammen mit einer Kamera, misst den Abstand und die Geschwindigkeit des Vorderautos.
So bedienst du ihn: Meist mit Tasten am Lenkrad. Du stellst das gewünschte Tempo ein und wählst den Abstand in mehreren Stufen. Trittst du auf die Bremse, unterbricht er die Regelung (laut ADAC). Ganz ausschalten kannst du ihn meist mit einer eigenen Taste. Viele Autos mit Automatikgetriebe haben eine «Stop & Go»-Funktion: Das Auto bremst hinter dem Vorderauto bis zum Stillstand und fährt danach wieder mit – je nach Auto von selbst oder erst, wenn du eine Taste drückst oder kurz Gas gibst. Im Display siehst du, ob das System nur bereit ist oder gerade aktiv regelt.
⚠️ Grenzen: Stehende Autos und Hindernisse erkennen manche Abstandstempomaten gar nicht – zum Beispiel ein Stauende. Ein Hersteller schreibt das ausdrücklich in seiner Betriebsanleitung, dazu auch Fussgänger und Gegenverkehr. Bremst das Auto vor dir plötzlich stark, reicht die Bremskraft des Systems unter Umständen nicht aus. Wo und unter welchen Bedingungen du ihn verwenden sollst, steht in der Betriebsanleitung. Manche Hersteller schränken den Einsatz stark ein – einer nennt etwa Strassen mit engen Kurven sowie Eis und Schnee. Wechselt das Auto vor dir die Spur, beschleunigt deines wieder auf das eingestellte Tempo (laut ADAC). Schlechtes Wetter und eine schmutzige Scheibe oder ein verschmutzter Sensor können das System stören (laut TCS).
✅ Prüfungs-Tipp: Wähle einen Abstand, der zur Situation passt, und bleib bremsbereit. Schert jemand knapp vor dir ein oder siehst du ein Stauende, bremst du – nicht erst das System. Schau in der Anleitung deines Prüfungsautos nach, ob sein Abstandstempomat stehende Hindernisse erkennt.

Geschwindigkeitsbegrenzer (Limiter)Wirkweise: B · kontinuierlich unterstützendDer Geschwindigkeitsbegrenzer (Limiter) verhindert, dass du schneller fährst als eingestellt. Er hält das Tempo aber nicht: Bergauf wirst du ohne genug Gas langsamer, bergab kann das Auto trotzdem schneller werden.
Was er macht: Du stellst eine Höchstgeschwindigkeit ein. Das Auto beschleunigt dann nicht über diese Grenze hinaus. Gas geben, bremsen und das Tempo überwachen musst du selbst.
So funktioniert's: Das Auto begrenzt die Motorleistung, sobald die eingestellte Geschwindigkeit erreicht ist.
So bedienst du ihn: Meist mit Tasten am Lenkrad, oft mit denselben Tasten wie der Tempomat. Bei vielen Autos kannst du die Grenze mit kräftigem Gasgeben übersteuern (laut ADAC).
⚠️ Grenzen: Der Begrenzer hält kein Tempo – er verhindert nur, dass du schneller wirst. Das Gas gibst du selbst: Bergauf wird das Auto langsamer, wenn du nicht genug Gas gibst. Bergab kann es trotzdem schneller werden, weil der Begrenzer meist nicht selbst bremst. Viele Autos warnen dann nur.
✅ Prüfungs-Tipp: Kontrolliere vor der Fahrt, ob noch eine alte Begrenzung eingestellt ist. Sonst wunderst du dich beim Einfahren auf die Autobahn, warum das Auto nicht beschleunigt.
Verkehrszeichenerkennung und ISAWirkweise: A (Anzeige) / B (ISA)Die Verkehrszeichenerkennung zeigt dir die erkannte Tempolimite an, und der Geschwindigkeitsassistent (ISA) hilft dir, sie einzuhalten – massgebend bleibt aber immer die Signalisation an der Strasse.
Was sie macht: Die Verkehrszeichenerkennung zeigt dir im Display an, welche Tempolimite sie erkannt hat. Der intelligente Geschwindigkeitsassistent (ISA) geht weiter: Je nach Auto warnt er dich, wenn du zu schnell bist, oder greift zusätzlich ins Tempo ein.
So funktioniert's: Eine Kamera hinter der Frontscheibe liest die Schilder und zeigt sie im Display an (laut ADAC). Oft kommen Kartendaten aus dem Navigationssystem dazu.
So bedienst du sie: Normalerweise ist nichts zu tun. Die Anzeige findest du im Kombiinstrument oder im Head-up-Display. Das Head-up-Display ist selbst kein Assistenzsystem, sondern eine Anzeige: Es projiziert Tempo, Tempolimite und Navigationshinweise auf die Frontscheibe, direkt in dein Blickfeld (laut smartrider.ch). Wie stark ISA eingreift, steht in der Anleitung deines Autos. Laut EU-Verordnung 2019/2144 muss man ISA in neuen Autos ausschalten können. Nach jedem Start ist es aber wieder im normalen Betrieb (Verordnung (EU) 2019/2144, Art. 6). Nicht jedes Prüfungsauto hat ISA.
⚠️ Grenzen: Der TCS schreibt, dass manche Systeme Schilder schlecht erkennen und dann falsche oder nicht mehr gültige Limiten anzeigen. Eine schmutzige Scheibe und schlechtes Wetter machen es schlimmer (laut TCS). Es gilt immer die zulässige Geschwindigkeit nach den allgemeinen Regeln und der Signalisation, die für deinen Standort gilt – nicht automatisch die Anzeige im Auto.
✅ Prüfungs-Tipp: Die Anzeige im Auto ist keine Ausrede. Massgebend ist die Signalisation. Zeigt das Auto ein anderes Tempo an, als signalisiert ist, hältst du dich an das Signal – und kannst dem Experten erklären, warum.

Spur und Sicht
Spurverlassenswarner, Spurhalte- und Notfall-SpurhalteassistentWirkweise: A / B / C · je nach FunktionDer Spurverlassenswarner warnt, der Spurhalteassistent lenkt dauernd sanft mit, und der Notfall-Spurhalteassistent lenkt in gefährlichen Situationen aktiv dagegen – bei schlechten Linien, Baustellen oder Schnee können sie falsch reagieren, und die Hände bleiben immer am Lenkrad.
Was sie machen: Der Spurverlassenswarner warnt dich mit Ton oder Lenkradvibration, wenn du ohne Blinker aus deiner Spur fährst (Wirkweise A). Der Spurhalteassistent lenkt zusätzlich sanft zurück in die Spur (Wirkweise B). Der Notfall-Spurhalteassistent lenkt aktiv dagegen, wenn sich das Auto der Begrenzungslinie nähert (laut BFU) – laut asa-Merkblatt zum Beispiel auch, wenn du trotz Warnung des Totwinkelassistenten die Spur wechselst (Wirkweise C).
So funktioniert's: Eine Kamera hinter der Frontscheibe erkennt die weissen und gelben Linien auf der Strasse.
So bedienst du sie: Meist schaltest du sie mit einer Taste oder im Menü aus. Die Lenkkraft des Assistenten ist begrenzt: Lenkst du kräftiger selbst, übersteuerst du ihn – du hast immer das letzte Wort (laut ADAC). Bei vielen neueren Autos ist der Spurhalteassistent nach jedem Motorstart automatisch wieder an und lässt sich nur mit mehreren Bedienschritten ausschalten (laut ADAC).
⚠️ Grenzen: Ohne deutliche Linien arbeiten sie oft nur eingeschränkt oder gar nicht. Vor allem hier haben sie Mühe:
- verblasste Markierungen und Baustellen mit mehreren Linien
- Tunneleinfahrten, nasse oder spiegelnde Strasse, Schnee
- enge Kurven, eine schmutzige Scheibe oder Gegenlicht
In Baustellen folgen sie manchmal der falschen Linie (laut ADAC). Und sie gleichen fehlende Aufmerksamkeit nicht aus.
✅ Prüfungs-Tipp: Deine Spur hältst du mit den Augen, nicht mit dem Assistenten. Wie das geht, erkläre ich im Artikel Blickführung und Spurhaltung. Und: Wenn der Experte dich bittet, den Assistenten auszuschalten, musst du wissen, wo das geht – und ob dabei noch andere Systeme ausgehen.

TotwinkelwarnerWirkweise: A · warnendDer Totwinkelwarner warnt dich vor Fahrzeugen neben oder schräg hinter dir, ersetzt aber nie Spiegelblick und Schulterblick.
Was er macht: Er warnt dich, wenn sich im toten Winkel neben oder schräg hinter dir ein Fahrzeug befindet.
So funktioniert's: Sensoren überwachen die Bereiche neben dem Auto bis schräg nach hinten (laut ADAC). Meist warnt eine Leuchte im oder am Aussenspiegel. Setzt du trotzdem den Blinker, kommt oft ein Ton dazu. Manche Totwinkelwarner arbeiten erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit – in der Stadt bei tiefem Tempo warnen sie dann gar nicht (laut einer Hersteller-Anleitung).
So bedienst du ihn: Er arbeitet automatisch. Ausschalten kannst du ihn meist im Menü.
⚠️ Grenzen: Der Erfassungsbereich ist begrenzt. Sehr kleine Fahrzeuge wie Motorräder oder Velos erkennt er je nach System schlechter. Schnee, Eis oder Schmutz auf den Sensoren können ihn stören (laut einer Hersteller-Anleitung).
✅ Prüfungs-Tipp: Der Totwinkelwarner ersetzt den Schulterblick nicht. Spiegel, Blinker, Schulterblick – dann erst die Spur wechseln. Wechselst du trotz Warnung die Spur und muss der Notfall-Spurhalteassistent eingreifen, wird das laut asa-Merkblatt wie ein Eingriff des Experten bewertet – ein schwerer Fehler.

Querverkehrswarner (hinten und vorne)Wirkweise: A · warnendDer Querverkehrswarner warnt dich beim Rückwärts-Ausparken vor Fahrzeugen, die von der Seite kommen. Manche Autos warnen auch beim Vorwärts-Losfahren. Nach links und rechts schauen musst du trotzdem selbst.
Was er macht: Der Querverkehrswarner hinten warnt dich beim Rückwärts-Ausparken vor Fahrzeugen, die von links oder rechts kommen und die du selbst schlecht siehst. Manche Autos haben zusätzlich einen Querverkehrswarner vorne: Er warnt, wenn du langsam vorwärts losfährst und seitlich etwas kommt – zum Beispiel beim Vorwärts-Ausfahren aus einer Parklücke oder an einer unübersichtlichen Kreuzung.
So funktioniert's: Radarsensoren in den Ecken des Autos überwachen die Seiten. Hinten sind es meist die gleichen Sensoren wie beim Totwinkelwarner. Gewarnt wird mit Ton und Anzeige. Der Querverkehrswarner vorne arbeitet nur bei tiefem Tempo – bei einem Hersteller zum Beispiel unter etwa 10 km/h.
So bedienst du ihn: Er arbeitet automatisch – hinten beim Rückwärtsfahren, vorne beim langsamen Losfahren. Ausschalten kannst du ihn meist im Menü.
⚠️ Grenzen: Die Reichweite ist begrenzt, und die Warnung kann zu spät kommen. Hersteller schreiben ausdrücklich, dass du selbst nach links und rechts schauen musst. Schmutz und Wetter können die Sensoren stören. Fussgänger und Velos werden je nach System nicht zuverlässig erkannt.
✅ Prüfungs-Tipp: Beim Rückwärtsfahren und beim Vorwärts-Ausfahren schaust du selbst nach links und rechts – die Warnung ist nur eine zusätzliche Absicherung.
AusstiegswarnerWirkweise: A · warnendDer Ausstiegswarner warnt beim Öffnen der Tür vor Autos und Velos, die von hinten kommen – den Blick nach hinten ersetzt er nicht.
Was er macht: Er warnt beim Öffnen der Türen über Leuchten in der Türverkleidung, wenn sich von hinten andere Fahrzeuge oder Velofahrende nähern (laut smartrider.ch).
So funktioniert's: Sensoren hinten überwachen den Bereich neben dem Auto.
So bedienst du ihn: Er arbeitet automatisch. Laut smartrider.ch bleibt er nach dem Ausschalten der Zündung noch etwa drei Minuten aktiv.
⚠️ Grenzen: Er ist nur in manchen Autos verbaut und kann zu spät oder gar nicht warnen.
✅ Prüfungs-Tipp: Bevor du die Tür öffnest, schaust du in den Spiegel und über die Schulter nach hinten – vor allem auf Velos.
Wenn es brenzlig wird
NotbremsassistentWirkweise: A (Warnung) / C (Bremseingriff)Der Notbremsassistent kann vor einem Zusammenstoss warnen und selbst bremsen, entbindet dich aber nicht von Abstand, Bremsbereitschaft und Voraussicht.
Was er macht: Er warnt dich vor einem drohenden Zusammenstoss. Reagierst du nicht, bremst er selbst – um den Aufprall zu verhindern oder abzuschwächen.
So funktioniert's: Radar und/oder Kamera überwachen den Raum vor dir. Heutige Systeme sollen auch Fussgänger, Velofahrer und Motorräder erkennen (laut ADAC). Je nach System arbeiten sie aber nur in bestimmten Geschwindigkeitsbereichen.
So bedienst du ihn: Er ist normalerweise immer aktiv und nach jedem Start wieder eingeschaltet (laut ADAC). Ausschalten solltest du ihn nur in Sonderfällen, etwa beim Abschleppen.
⚠️ Grenzen: Er ist kein vollständiger Schutz. Hersteller schreiben, dass seine Erkennung von Wetter und Verkehr abhängt. In einem ADAC-Test kam die automatische Notbremsung zu spät, wenn der Fahrer gleichzeitig selbst lenkte oder bremste. Das heisst nicht, dass du nicht bremsen sollst: Bei Gefahr bremst du selbst, und zwar rechtzeitig. Den Notbremsassistenten probierst du nie absichtlich im Verkehr aus.
✅ Prüfungs-Tipp: Muss der Notbremsassistent an der Prüfung bremsen, weil du trotz Warnung nicht reagiert hast, wird das wie ein Eingriff des Experten bewertet – ein schwerer Fehler. Vorausschauen, Abstand halten, bremsbereit sein – das bleibt deine Aufgabe.
AusweichassistentWirkweise: C · temporär eingreifendDer Ausweichassistent unterstützt deine Lenkbewegung, wenn du einem plötzlichen Hindernis ausweichen musst – ausweichen und lenken musst du aber selbst.
Was er macht: Taucht plötzlich ein Hindernis auf – zum Beispiel eine Fussgängerin, ein Velo oder ein anderes Fahrzeug –, hilft er dir, kontrolliert auszuweichen (laut smartrider.ch). Gedacht ist er für Situationen, in denen eine Vollbremsung nicht mehr ausreicht (laut ADAC).
So funktioniert's: Sensoren vorne erkennen das Hindernis. Beginnst du auszuweichen, unterstützt das System deine Lenkbewegung, damit das Manöver kontrolliert bleibt.
So bedienst du ihn: Er arbeitet automatisch. Die Unterstützung setzt erst ein, wenn du das Ausweichmanöver selbst einleitest.
⚠️ Grenzen: Er ist nur in manchen Autos verbaut. Wie jedes System mit Sensoren kann er ein Hindernis zu spät oder gar nicht erkennen.
✅ Prüfungs-Tipp: Mit genügend Abstand und vorausschauendem Fahren kommst du gar nicht erst in eine solche Lage.
AbbiegeassistentWirkweise: C · temporär eingreifendDer Abbiegeassistent überwacht beim Linksabbiegen den Gegenverkehr und kann bremsen, wenn ein Zusammenstoss droht. Den Vortritt beachtest du trotzdem selbst.
Was er macht: Er überwacht beim Linksabbiegen den entgegenkommenden Verkehr, warnt und bremst das Auto aktiv ab, wenn eine Kollision mit dem Gegenverkehr droht (laut smartrider.ch).
So funktioniert's: Sensoren vorne beobachten den Gegenverkehr, während du abbiegst.
So bedienst du ihn: Er arbeitet automatisch.
⚠️ Grenzen: Er ist nur in manchen Autos verbaut und erkennt nicht jede Situation rechtzeitig. Er entbindet dich nicht vom Vortritt.
✅ Prüfungs-Tipp: Beim Linksabbiegen hat der Gegenverkehr Vortritt. Muss der Assistent bremsen, weil du trotzdem losgefahren bist, wird das laut asa-Merkblatt wie ein Eingriff des Experten bewertet. Wie der Vortritt funktioniert, liest du im Artikel Vortritt verstehen.
KreuzungsassistentWirkweise: A (Warnung) / C (Bremseingriff)Der Kreuzungsassistent warnt dich beim Einbiegen oder Queren vor Fahrzeugen, die deinen Weg kreuzen, und kann eine Notbremsung auslösen – schauen und Vortritt beachten musst du selbst.
Was er macht: Er unterstützt dich beim Einbiegen in den oder Queren des fliessenden Verkehrs und warnt vor Kollisionen. Je nach Hersteller warnt er vor drohenden Kollisionen mit Querverkehr und kann bei geringen Anfahrgeschwindigkeiten eine Notbremsung einleiten (laut smartrider.ch).
So funktioniert's: Sensoren vorne und an den Seiten erkennen Fahrzeuge, die deinen Weg kreuzen.
So bedienst du ihn: Er arbeitet automatisch.
⚠️ Grenzen: Er ist nur in manchen Autos verbaut. Er kann zu spät oder gar nicht warnen, zum Beispiel wenn die Sicht der Sensoren verdeckt ist.
✅ Prüfungs-Tipp: An Kreuzungen schaust du selbst nach links und rechts und beachtest den Vortritt – der Assistent ist nur eine Absicherung.
NotfallassistentWirkweise: C · temporär eingreifendDer Notfallassistent bremst das Auto kontrolliert bis zum Stillstand, wenn du trotz mehrerer Warnungen nicht mehr reagierst.
Was er macht: Registriert das Auto trotz mehrerer Warnungen keine Aktivität mehr von dir, bremst er kontrolliert bis zum Stillstand ab und schaltet Parkbremse und Warnblinker ein (laut smartrider.ch).
So funktioniert's: Er achtet darauf, ob du noch lenkst, Gas gibst oder bremst. Bleibt das aus, warnt er zuerst und greift erst dann ein.
So bedienst du ihn: Er arbeitet automatisch und meldet sich zuerst mit Warnungen.
⚠️ Grenzen: Er ist eine Notlösung für den Fall, dass du nicht mehr reagierst – und nur in manchen Autos verbaut.
✅ Prüfungs-Tipp: Fühlst du dich unwohl oder sehr müde, hältst du selbst an einer sicheren Stelle an.
ABS, ESP und Co. – die stillen HelferWirkweise: C · temporär eingreifendABS, ESP, ASR, die Bremskraftverteilung und der Bremsassistent arbeiten automatisch im Hintergrund und helfen dir, beim starken Bremsen lenkbar zu bleiben und nicht ins Schleudern zu kommen; das Notbremslicht warnt die Fahrenden hinter dir – die Physik heben sie aber nicht auf.
Diese Systeme arbeiten im Hintergrund. Du musst sie nicht einschalten – aber du musst verstehen, was sie tun. Je nach Marke heissen sie anders, ESP zum Beispiel auch ESC oder DSC.
- ABS (Antiblockiersystem): Verhindert, dass die Räder beim starken Bremsen blockieren. So kannst du auch bei einer Vollbremsung noch lenken. Sensoren an jedem Rad messen die Drehzahl.
- ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm): Bremst einzelne Räder gezielt ab, wenn das Auto ins Schleudern kommt. Es nutzt die Raddrehzahl-Sensoren sowie Sensoren für Lenkwinkel und Drehbewegung.
- ASR (Antriebsschlupfregelung / Traktionskontrolle): Verhindert, dass die Antriebsräder beim Anfahren durchdrehen, zum Beispiel auf nasser oder glatter Strasse.
- Elektronische Bremskraftverteilung (EBV): Arbeitet mit dem ABS zusammen und sorgt dafür, dass beide Achsen optimal bremsen und das Heck stabil bleibt (laut smartrider.ch).
- Notbremslicht: Bremst du sehr stark, blinken die Bremslichter schnell. So merken die Fahrenden hinter dir sofort, dass es gefährlich wird (laut smartrider.ch und ADAC).
- Bremsassistent: Merkt, wenn du schnell und kräftig aufs Bremspedal trittst, und verstärkt die Bremswirkung (laut einer Hersteller-Anleitung).
⚠️ Grenzen: Keines dieser Systeme hebt die Physik auf. Wer deutlich zu schnell in eine Kurve fährt, den hält auch ESP nicht auf der Strasse (laut ADAC).
Bedienung: Bei einer Notbremsung trittst du die Bremse kräftig und durchgehend und lässt nicht los – das ABS sorgt dafür, dass du trotzdem lenken kannst. Bei Handschaltung trittst du gleichzeitig die Kupplung. Wenn das ABS regelt, spürst du ein Vibrieren oder Pulsieren im Bremspedal und hörst manchmal ein Rattern. Das ist normal: Bleib kräftig auf der Bremse und pumpe nicht (laut einer Hersteller-Anleitung).
✅ Prüfungs-Tipp: Nach dem Motorstart leuchten einige Kontrollleuchten kurz zur Selbstprüfung auf. Bleibt zum Beispiel die ABS-Leuchte an, liegt eine Störung vor. Was jede Leuchte bedeutet, steht in der Betriebsanleitung deines Autos.
Parkieren und Anfahren
Einparkhilfe und KamerasWirkweise: A · warnendParksensoren und Kameras helfen dir beim Parkieren mit Warntönen und Bildern, ersetzen aber deinen eigenen Blick nach hinten nicht.
Was sie machen: Die Parksensoren piepsen immer schneller, je näher du einem Hindernis kommst. Die Rückfahrkamera zeigt dir, was hinter dir ist. Die 360°-Kamera setzt mehrere Kamerabilder zu einer Ansicht von oben zusammen.
So funktioniert's: Ultraschallsensoren in den Stossfängern messen den Abstand. Bei der 360°-Kamera arbeiten mehrere Kameras zusammen, vorne, hinten und in den Aussenspiegeln.
So bedienst du sie: Die Rückfahrkamera schaltet sich beim Einlegen des Rückwärtsgangs meist automatisch ein. Die 360°-Ansicht hat oft eine eigene Taste, mit der du auch zwischen den Ansichten wechselst.
⚠️ Grenzen: Laut TCS brauchen Ultraschallsensoren eine genügend grosse Fläche. Schräge, schmale oder ungünstig geformte Hindernisse können sie übersehen. Dann warnt das System unter Umständen nicht (laut TCS). Schmutz, Schnee oder Eis auf der Kameralinse verschlechtern das Bild stark.
✅ Prüfungs-Tipp: Die Rückfahrkamera darfst du beim Rückwärtsfahren benutzen. Schau aber nicht nur auf den Bildschirm: Behalte mit den Spiegeln und deinem eigenen Blick nach hinten das ganze Umfeld und deinen Fahrweg im Auge – die Kamera ist eine Ergänzung.

Parkassistent (nur in manchen Autos)Wirkweise: B · kontinuierlich unterstützendEin Parkassistent lenkt das Auto selbst in eine Parklücke – das gibt es nur in manchen Autos, und du musst das Manöver immer überwachen.
Was er macht: Er misst eine Parklücke aus und lenkt das Auto selbst hinein. Gas, Bremse und Gang übernimmst meist du.
So funktioniert's: Ultraschallsensoren und teils Kameras vermessen die Lücke (laut ADAC).
So bedienst du ihn: Das ist je nach Auto sehr unterschiedlich. Während dieses Parkiermanövers erlaubt das Gesetz, das Lenkrad loszulassen, wenn das System das vorsieht. Du musst das Manöver aber überwachen und bei Bedarf abbrechen (Art. 3 Abs. 3bis VRV).
⚠️ Grenzen: Die Lücke muss gross genug sein und richtig erkannt werden. Die gleichen Schwächen wie bei den Parksensoren gelten auch hier.
✅ Prüfungs-Tipp: Ob und wann du ihn an der Prüfung einsetzen darfst, entscheidet der Experte. Parkieren solltest du auf jeden Fall auch ohne Assistent sicher können.
Berganfahrhilfe und Auto-HoldWirkweise: B · unterstützendDie Berganfahrhilfe hält dein Auto beim Anfahren am Berg kurz fest, und Auto-Hold hält es im Stand, bis du wieder Gas gibst.
Was sie machen: Die Berganfahrhilfe verhindert, dass das Auto beim Anfahren am Berg zurückrollt (laut ADAC). Auto-Hold hält das Auto im Stand fest, zum Beispiel am Lichtsignal, bis du wieder Gas gibst.
So funktioniert's: Die Bremse wird nach dem Loslassen des Bremspedals automatisch gehalten – bei der Berganfahrhilfe nur kurz, damit du Zeit hast, vom Bremspedal aufs Gas zu wechseln.
So bedienst du sie: Die Berganfahrhilfe arbeitet automatisch. Auto-Hold musst du bei vielen Autos mit einer eigenen Taste einschalten. Eine Kontrollleuchte zeigt dir, dass es bereit ist.
⚠️ Grenzen: Hersteller warnen davor, sich allein auf die Berganfahrhilfe zu verlassen. Bei einem Hersteller zum Beispiel hält sie nur etwa 2 Sekunden und arbeitet bei leichter Steigung gar nicht. Auto-Hold solltest du laut Herstellern nicht auf Schnee oder Eis nutzen, und beim Parkieren ersetzt es die Handbremse nicht.
✅ Prüfungs-Tipp: Das Anfahren am Berg musst du selbst beherrschen. Die Berganfahrhilfe ist eine Hilfe – keine Garantie.
Licht, Überwachung und Notfall
FernlichtassistentWirkweise: B · kontinuierlich unterstützendDer Fernlichtassistent schaltet nachts automatisch zwischen Fern- und Abblendlicht um – blendet er zu spät ab, schaltest du selbst um.
Was er macht: Er schaltet nachts automatisch zwischen Fern- und Abblendlicht um.
So funktioniert's: Eine Kamera erkennt die Lichter von entgegenkommenden und vorausfahrenden Autos. Ist niemand vor dir, schaltet er das Fernlicht ein. Kommt Gegenverkehr oder ist die Strasse beleuchtet, blendet er ab. Viele Systeme arbeiten erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit.
So bedienst du ihn: Wie du ihn einschaltest, ist je nach Auto verschieden – oft über den Lichtschalter, den Fernlichthebel oder im Menü. Die Fernlicht-Kontrollleuchte zeigt dir, wann das Fernlicht wirklich an ist.
⚠️ Grenzen: Schwach beleuchtete Velos oder Fussgänger ohne Reflektoren kann die Kamera übersehen. Regen und Nebel stören sie ebenfalls.
✅ Prüfungs-Tipp: Du bist verantwortlich, dass du niemanden blendest. Blendet das System zu spät ab, schaltest du selbst um.
NachtsichtassistentWirkweise: A · informierendDer Nachtsichtassistent zeigt dir nachts auf einem Display Menschen, Tiere und Hindernisse – auch ausserhalb des Scheinwerferlichts; auf die Strasse schauen musst du trotzdem.
Was er macht: Er macht bei Dunkelheit Personen, Tiere und Objekte sichtbar – auch wenn sie ausserhalb des Scheinwerferlichts sind (laut smartrider.ch).
So funktioniert's: Infrarotkameras erfassen die Umgebung. Das Bild erscheint kontrastreich auf einem Display im Auto, sodass du Fussgänger, Velofahrer und Wildtiere früher erkennst (laut smartrider.ch).
So bedienst du ihn: Die Bedienung ist je nach Auto verschieden. Massgebend ist die Betriebsanleitung deines Prüfungsautos.
⚠️ Grenzen: Bei dichtem Nebel, starkem Regen oder dichtem Schneefall, auf kurvenreichen Strecken und mit verschmutzten Sensoren stösst er an seine Grenzen (laut smartrider.ch).
✅ Prüfungs-Tipp: Der Blick bleibt auf der Strasse – das Display ist nur eine Hilfe. Fahr nachts so schnell, dass du innerhalb der Strecke anhalten kannst, die du überblickst.
Müdigkeitswarner und AufmerksamkeitsüberwacherWirkweise: A · warnendDer Müdigkeitswarner achtet vor allem an deinem Fahrverhalten auf Anzeichen von Müdigkeit und empfiehlt dir eine Pause – keine Warnung heisst aber nicht, dass du fit bist.
Was er macht: Der Müdigkeitswarner achtet auf Anzeichen, dass deine Aufmerksamkeit nachlässt, und empfiehlt dir eine Pause. Der Aufmerksamkeitsüberwacher geht weiter: Er überwacht dich und dein Fahrverhalten und warnt, wenn deine Konzentration nachlässt (laut smartrider.ch).
So funktioniert's: Er wertet vor allem dein Lenkverhalten aus. Viele Systeme arbeiten nur in einem bestimmten Tempobereich und brauchen erkennbare Spurmarkierungen.
So bedienst du ihn: Er arbeitet automatisch und warnt mit Anzeige und Ton, oft mit einer Kaffeetasse im Display.
⚠️ Grenzen: Viele Systeme erkennen Müdigkeit nur indirekt am Fahrverhalten, neuere beobachten zusätzlich mit einer Kamera deine Augen (laut ADAC). Er warnt nur – ein Abkommen von der Spur verhindert er nicht. Ausserhalb ihres Tempobereichs und auf kurvenreichen Strassen stossen sie an Grenzen, und einen Sekundenschlaf erkennen sie nicht sofort (laut smartrider.ch).
✅ Prüfungs-Tipp: Warte nicht auf die Kaffeetasse im Display. Wenn du merkst, dass du müde bist, machst du selbst eine Pause.
ReifendruckkontrolleWirkweise: A · warnendDie Reifendruckkontrolle warnt dich, wenn ein Reifen Luft verliert.
Was sie macht: Sie warnt dich, wenn ein Reifen Luft verliert.
So funktioniert's: Direkte Systeme messen den Druck mit einem Sensor in jedem Rad. Indirekte Systeme erkennen Druckverlust über die Raddrehzahl: Ein Reifen mit weniger Luft hat einen kleineren Abrollradius und dreht sich schneller (laut ADAC).
So bedienst du sie: Leuchtet die Warnung, fährst du vorsichtig bis zu einer sicheren Stelle, hältst an und prüfst die Reifen. Ist ein Reifen platt oder sichtbar beschädigt, fährst du nicht weiter. Sonst steuerst du die nächste Tankstelle an und prüfst den Druck (laut ADAC). Danach musst du das System je nach Auto zurücksetzen (siehe Anleitung).
⚠️ Grenzen: Laut ADAC reagieren indirekte Systeme langsamer, vor allem wenn alle Reifen langsam Luft verlieren.
✅ Prüfungs-Tipp: Die Reifen gehören zur Kontrolle vor der Fahrt. Die Warnleuchte ersetzt den Blick auf die Reifen nicht.
eCall – der automatische NotrufWirkweise: Zusatzfunktion · NotrufeCall ruft nach einem schweren Unfall automatisch die Notrufnummer 112 an und übermittelt den Standort.
Was er macht: Bei einem schweren Unfall ruft das Auto automatisch die Notrufnummer 112 an und übermittelt den Standort.
So funktioniert's: Ausgelöst wird er zum Beispiel durch die Airbag-Sensoren. Ein eingebautes Mobilfunkmodul baut eine Verbindung zur Notrufzentrale auf, auch eine Sprechverbindung (laut TCS).
So bedienst du ihn: Automatisch. Meist gibt es zusätzlich eine SOS-Taste an der Decke, mit der du selbst einen Notruf auslösen kannst.
⚠️ Grenzen: Der eCall 112 überträgt die Unfalldaten über die älteren Mobilfunknetze 2G oder 3G (BAKOM). Nach deren Abschaltung funktioniert eCall in manchen älteren Autos nicht mehr (laut TCS). Ob dein Auto betroffen ist, klärst du beim Hersteller oder in der Garage.
✅ Prüfungs-Tipp: Wo ist die SOS-Taste in deinem Auto? Das zu wissen, schadet nie.
Start-Stopp-AutomatikWirkweise: Zusatzfunktion · kein AssistenzsystemDie Start-Stopp-Automatik stellt den Motor im Stand ab und startet ihn beim Losfahren wieder, um Treibstoff zu sparen.
Was sie macht: Sie stellt den Motor im Stand ab, zum Beispiel am Lichtsignal, und startet ihn beim Losfahren wieder. Das spart Treibstoff.
So funktioniert's: Das Auto prüft unter anderem den Ladezustand der Batterie. Ist die Batterie zu schwach, der Motor kalt oder die Klimaanlage stark gefordert, bleibt der Motor an (laut ADAC).
So bedienst du sie: Sie ist meist automatisch aktiv und lässt sich mit einer Taste ausschalten.
⚠️ Grenzen: Es ist kein Sicherheitssystem, sondern eine Spar-Funktion.
✅ Prüfungs-Tipp: Stellt die Start-Stopp-Automatik den Motor am Lichtsignal ab, ist das normal – erschrick nicht.
So findest du heraus, was dein Prüfungsauto kann
Nicht jedes Auto hat jedes System. Und jede Marke gibt ihren Systemen eigene Namen und Abkürzungen – den Abstandstempomaten nennt fast jeder Hersteller anders. Lerne deshalb die Funktion, nicht den Markennamen. So findest du heraus, was in deinem Prüfungsauto verbaut ist:
- Betriebsanleitung: Such das Kapitel zu Fahrerassistenz- oder Sicherheitssystemen.
- Tasten und Symbole: Schau dir die Tasten am Lenkrad und am Armaturenbrett an. Fast jedes System hat ein eigenes Symbol.
- Menü im Bildschirm: Meist gibt es einen Menüpunkt für Fahrerassistenz. Dort schaltest du einzelne Systeme ein und aus.
- Kontrollleuchten: Achte auf die Anzeigen im Display, wenn ein System bereit, aktiv oder ausgeschaltet ist.
- Fahrlehrer: Lass dir jedes System im Prüfungsauto zeigen – einschalten, ausschalten, Anzeigen und Warnungen.
Achtung, typische Falle: Bei manchen Autos schaltet eine einzige Taste mehrere Systeme gleichzeitig aus, zum Beispiel Spurhalteassistent, Totwinkelwarner und Querverkehrswarner zusammen. Und nach dem nächsten Motorstart sind sie wieder an. So beschreibt es zum Beispiel ein Hersteller in seiner Betriebsanleitung. Finde heraus, wie das in deinem Prüfungsauto ist – dann weisst du, was ausgeht, wenn der Experte dich bittet, ein System auszuschalten.
Die Bedienung, die ich in den Karten beschreibe, ist die typische Bedienung. Tasten und Menüs sind je nach Auto verschieden. Massgebend ist immer die Anleitung deines Prüfungsautos.
Du bleibst verantwortlich – immer
Das Strassenverkehrsgesetz ist hier eindeutig: Du musst dein Fahrzeug ständig so beherrschen, dass du deinen Vorsichtspflichten nachkommen kannst (Art. 31 Abs. 1 SVG). Deine Aufmerksamkeit gehört der Strasse und dem Verkehr, und die Hände bleiben am Lenkrad (Art. 3 Abs. 1 und 3 VRV). Bei den normalen Assistenzsystemen gibt es eine Ausnahme, den Einparkassistenten: Während des Parkiermanövers darfst du das Lenkrad loslassen, wenn das System das vorsieht. Du musst das Manöver aber überwachen und bei Bedarf abbrechen (Art. 3 Abs. 3bis VRV).
Seit dem 1. März 2025 regelt die Schweiz auch das automatisierte Fahren, zum Beispiel mit einem «Autobahnpiloten» (ASTRA – Automatisiertes Fahren). Das ist etwas anderes als die Assistenzsysteme in diesem Artikel: Spurhalte- oder Abstandsassistenten zählen laut ASTRA noch nicht als automatisiertes Fahren. Bei ihnen bleibst du verantwortlich und musst jederzeit eingreifen können. Die BFU sagt es so: Wer fährt, muss das Fahrzeug immer beherrschen können.
Vorsicht vor zu viel Vertrauen: Die BFU warnt, dass man sowohl die Systeme als auch sich selbst leicht überschätzt. Monotonie und weniger Aufmerksamkeit können das Unfallrisiko erhöhen. Regen, Schnee, Nebel oder tiefe Sonne können vor allem Kameras stören (laut BFU).
Deine Checkliste vor der Prüfung
Kenne dein Prüfungsauto
- Welche Assistenzsysteme hat mein Prüfungsauto?
- Kann ich Tempomat und Abstandstempomat ein- und ausschalten, das Tempo setzen und ändern?
- Weiss ich, wo ich Spurhalteassistent und Totwinkelwarner ausschalte – und ob dabei noch andere Systeme ausgehen?
- Kenne ich die wichtigsten Anzeigen und Kontrollleuchten?
- Kann ich für jedes System in einem Satz erklären, was es tut und wo seine Grenzen sind?
- Ist kein alter Geschwindigkeitsbegrenzer mehr eingestellt?
- Weiss ich, was ich tue, wenn ein System falsch warnt oder falsch eingreift – und kann ich es dem Experten erklären?
- Setze ich die Systeme von mir aus im richtigen Moment ein – so wie Licht, Nebellicht, Scheibenwischer und Warnblinker?
- Finde ich Licht, Scheibenwischer, Warnblinker und Lüftung ohne Suchen?
- Weiss ich: Schulterblick, Blick nach hinten und Abstand bleiben meine Aufgabe?
Eine gute Übersicht mit Erklärungen findest du auch auf smartrider.ch von der BFU. Die asa verweist in ihrem Merkblatt selbst darauf.
Fazit
Assistenzsysteme machen das Fahren sicherer und angenehmer – wenn du sie verstehst. An der Prüfung zeigst du, dass du sie bedienen kannst, und dass du ihnen nicht blind vertraust.
Wie die praktische Prüfung in Bern abläuft und woran Fahrschüler wirklich scheitern, liest du in meinem Artikel zur praktischen Autoprüfung in Bern. Wenn du dein Prüfungsauto und seine Systeme kennenlernen willst, frag eine Probelektion an.
Häufige Fragen zu Assistenzsystemen an der Fahrprüfung
Was muss ich über Assistenzsysteme an der Fahrprüfung in der Schweiz wissen?
Seit dem 1. Juli 2025 gehören Assistenzsysteme in der Schweiz zur Theorie- und zur praktischen Führerprüfung. Du musst die Systeme deines Prüfungsautos kennen, erklären und selbstständig bedienen, einzelne Systeme ausschalten können und ihre Grenzen kennen. Muss ein System eingreifen, weil du nicht aufmerksam warst, ist das laut asa-Merkblatt ein schwerer Fehler.
Muss ich an der Fahrprüfung Tempomat und Abstandstempomat bedienen können?
Ja, wenn dein Prüfungsauto sie hat. Du setzt sie selbstständig im passenden Moment ein, zum Beispiel nach dem Einfädeln auf der Autobahn. Laut asa-Merkblatt kann dich der Verkehrsexperte auch dazu auffordern. Du musst den Tempomat einschalten, das Tempo und beim Abstandstempomat auch den Abstand einstellen und ihn wieder ausschalten können. Und du musst wissen, dass manche Abstandstempomaten stehende Hindernisse wie ein Stauende nicht erkennen.
Muss ich den Spurhalteassistenten ausschalten können?
Ja, wenn dein Prüfungsauto einen hat. Laut asa-Merkblatt musst du einzelne Systeme ausschalten können und wissen, was sich dann ändert. Wo das geht, ist je nach Auto verschieden – übe es deshalb in deinem Prüfungsauto.
Darf ich an der Prüfung den Tempomat oder die Rückfahrkamera benutzen?
Ja, wenn die Systeme ab Werk verbaut sind oder vom Hersteller als Option angeboten werden. Du setzt sie selbstständig und passend zur Situation ein. Laut asa-Merkblatt kann dich der Verkehrsexperte zusätzlich anweisen, ein System ein- oder auszuschalten. Die Systeme entbinden dich aber nicht vom korrekten Verhalten.
Was fragt der Verkehrsexperte zu Assistenzsystemen?
Er kann während der Fahrt oder zum Beispiel nach einem Parkiermanöver fragen, was ein System macht, wie du es bedienst und wo seine Grenzen liegen. Er muss aber nicht fragen. Du setzt die Systeme trotzdem selbstständig und passend zur Situation ein.
Zählt es als Fehler, wenn der Notbremsassistent an der Fahrprüfung eingreift?
Ja, wenn er eingreifen muss, weil du trotz Kollisionswarnung nicht gebremst hast. Das wird laut asa-Merkblatt so bewertet, als hätte der Experte eingreifen müssen – ein schwerer Fehler.
Welcher Fehler ist es, wenn ich die Assistenzsysteme nicht genug kenne?
Laut asa-Merkblatt sind ungenügende Kenntnisse, eine falsche Anwendung der Systeme oder eine falsche Reaktion auf sie ein mittelschwerer Fehler (Kategorie II). Teilweise ungenügende Kenntnisse sind ein leichter Fehler (Kategorie III). Ein schwerer Fehler (Kategorie I) ist es, wenn ein System eingreifen muss, weil du nicht aufmerksam warst.
Ersetzt der Totwinkelwarner den Schulterblick?
Nein. Der Totwinkelwarner ist eine zusätzliche Hilfe. Vor jedem Spurwechsel machst du selbst den Spiegelblick und den Schulterblick.
Was wird in der Theorieprüfung zu Assistenzsystemen geprüft?
Seit dem 1. Juli 2025 gehören Assistenz- und Automatisierungssysteme zur Basistheorieprüfung. Laut SVSA Bern sind es 2 Fragen pro Fragebogen. Du musst Assistenz- von Automatisierungssystemen unterscheiden und die drei Wirkweisen kennen: informierend und warnend, kontinuierlich unterstützend und temporär eingreifend.
Was bedeuten die Wirkweisen A, B und C bei Assistenzsystemen?
A heisst informierend oder warnend, B kontinuierlich unterstützend und C temporär eingreifend. Diese Einteilung stammt aus dem asa-Merkblatt und gilt seit 1. Juli 2025 für die Theorie- und die praktische Prüfung.
Was ist der Unterschied zwischen Tempomat und Abstandstempomat?
Der Tempomat hält nur die Geschwindigkeit. Der Abstandstempomat (adaptiver Tempomat) hält zusätzlich den Abstand zum Vorderauto und bremst dafür selbst.
Wer bleibt beim Fahren mit Assistenzsystemen verantwortlich?
Du als Lenker. Das Gesetz verlangt, dass du dein Fahrzeug ständig beherrschst (Art. 31 SVG) und aufmerksam bleibst (Art. 3 VRV). Ein Assistenzsystem nimmt dir diese Pflicht nicht ab.
Darf ich die Hände vom Lenkrad nehmen, wenn der Spurhalteassistent aktiv ist?
Nein. Beim Spurhalteassistenten bleiben die Hände immer am Lenkrad. Bei den normalen Assistenzsystemen ist der Einparkassistent die Ausnahme: Während des Parkiermanövers darfst du loslassen, musst das Manöver aber überwachen. Automatisierte Systeme wie ein Autobahnpilot sind rechtlich ein eigenes Thema und gehören nicht zu den Assistenzsystemen.
Quellen
- asa-Merkblatt Nr. 5 «Fahrerassistenzsysteme», April 2025
- SVSA Bern – Meldung vom 10.06.2025 zur Theorieprüfung
- SVSA Bern – Fahrzeug für die Führerprüfung
- Art. 31 Strassenverkehrsgesetz (SVG) und Art. 3 Verkehrsregelnverordnung (VRV) auf Fedlex
- ASTRA – Automatisiertes Fahren
- Verordnung (EU) 2019/2144 (EUR-Lex)
- BFU – Fahrerassistenzsysteme im Auto und smartrider.ch der BFU: Übersicht, weitere Fahrerassistenzsysteme, Nachtsichtassistent, Müdigkeitswarner und Aufmerksamkeitsüberwacher
- TCS – Grenzen moderner Fahrerassistenzsysteme und TCS – eCall
- ADAC – Fahrerassistenzsysteme und ADAC – Reifendruck-Kontrollsystem
- BAKOM – Notrufe und eCall
- ADAC – Grenzen moderner Fahrerassistenzsysteme (Test)
- ADAC – Start-Stopp-Automatik
- BFU – Automatisiertes Fahren
- Beispiel einer Hersteller-Anleitung: Mazda-Betriebsanleitung (online, englisch), verwendete Kapitel: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 – die deutsche Betriebsanleitung gibt es auf mazda.de
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Memedovski, M. (2026). Assistenzsysteme an der Fahrprüfung: einfach erklärt. Drivemaster Fahrschule Bern. https://drivemaster.ch/blog/assistenzsysteme-fahrpruefung
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